Osternienburg.de
 
@
@
 
 
 
 
 
 
@

 

Osternienburg

Die erste urkundliche Erwähnung ist auf das Jahr 1205 zurückzuführen!

Das Gebiet um Osternienburg war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Aus der jüngeren Steinzeit und der früheren Bronzezeit wurden bei Feldarbeiten und in Sandgruben mehrfach Siedlungsspuren und Geräte gefunden. Ferner waren bis zu Beginn des Jahrhunderts in der Region noch zahlreiche Gräber und Grabhügel aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit vorhanden.

Zur Zeitenwende war das Gebiet von germanischen Stämmen besiedelt, die jedoch oft die Siedlungsplätze wechselten. Ihnen folgten die Slawen, die das Land mit kleinen Weilern uberzogen. Einige Stämme legten Burgwälle an, die wie in Osternienburg in Teilen noch erhalten sind. Diese Niederlassungen liegen etwa auf einer Höhe von 70,0 m ü.NN. am Hang des Elbe-Urstromtales und haben heute noch Dorfteiche als charakteristisches Siedlungselement. Unter Karl dem Grosen begann die gezielte Kolonisation östlich der Saale zur Sicherung der Reichsgrenzen. Fur das Gebiet um Köthen war das Kloster Nienburg auf der westlichen Saaleseite verantwortlich. Im 10./11. Jahrhundert wurde das Gebiet mit Sattelhöfen uberzogen, von denen sich einer in Osternienburg befand.

Den kleinen Siedlungen wurden in der Folgezeit Kirchen zugeordnet, womit die Lage der Dörfer fur die Zukunft festgelegt war.

In Osternienburg entstand inmitten des Ringdorfes auf dem Wallburghügel am Teich im 13. Jahrhundert die erste Kirche.

Die Entstehung von Osternienburg ist nicht nur von den topographischen Gegebenheiten her zu verstehen, sondern auch von den früh verfestigten Besitzverhaltnissen. Die grösten Ländereien besasen seinerzeit die Ministerialen auf den Sattelhöfen, denen die ortsansässigen Bauern und Kossaken abgabepflichtig waren.

Mit zunehmender Landwirtschaft änderte sich das Landschaftsbild. Die ehemals stark bewaldete Region wurde durch die Anlage von Feldern, Wiesen und Äckern immer weiträumiger. Um bessere Ernteertrage zu bekommen, entwässerte man die landwirtschaftlichen Nutzflächen mit einem Grabensystem, das heute noch vorhanden ist.

Ein weiterer gravierender Eingriff in die Landschaft geschah mit der Entdeckung der Braunkohle im Jahre 1875. Mit dem Abbau der Braunkohlevorkommen unter Tage kam es zu Bergsenkungen, die sich mit Wasser füllten und als Folge historische Wegeverbindungen trennten.

Fur die Arbeiter des Bergbaus und der Folgeindustrie wurden Wohnungen benötigt, weshalb die Flächen entlang der Verbindung zwischen Werk und Dorf mit Werkswohnungen bebaut wurden.

Im Zuge der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in der sowjetisch besetzten Zone durchgeführten Bodenreform mussten alle diejenigen Bauern, die mehr als 100 ha Land besasen, ihren Besitz in einem gemeinsamen Fond geben. Durch die anschliesende Gründung von landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) begann mit dem Einsatz von Grossmaschinen das Ausräumen der Landschaft.

Das Wappen
Der Stern im Siegel geht zuruck auf ein traditionelles Bildsiegel; das Bergmannsgezahe nimmt Bezug auf den in der Region betriebenen Bergbau; der Pflug symbolisiert die jahrhundertelange Tradition des Ortes als Bauerndorf.

 

Hier ist noch eine umfangreiche Chronik in Arbeit, welche in einigen Wochen Online sein wird! Also schauen Sie demnächst mal wieder rein!

 

 

2005, W+Z GbR